Sa, 19. August 2017

17:00
Neustadtstr. 29
6005 Luzern

Alexandra Meyer

Vernissage
Neustadtstr. 29
6005 Luzern
DO-FR 15-19 Uhr, SA 14–17 Uhr

Die Künstlerin und ausgebildete Krankenschwester Alexandra Meyer beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit elementaren Fragen nach unserer Körperlichkeit und den Bedingungen des menschlichen Lebens. Dafür entwickelt sie mal humorvolle, poetische oder auch schmerzhaft-drastische Bildsprachen und bedient sie sich unterschiedlichster Medien wie Video, Installation, Skulptur, Performance oder Zeichnung.
 
Der französische Begriff «A Discrétion» steht für «beliebig viel» und bezeichnet in der Gastronomie die Möglichkeit, sich nach Belieben an einer Speise oder an einem Buffet zu bedienen. Alexandra Meyer assoziiert damit einerseits unseren von Überfluss und Masslosigkeit geprägten Umgang mit Lebensmitteln und andererseits den Begriff der Diskretion, ein Wert der im Geschäft mit wertvollen Waren hochgehalten wird. Unter dem Titel «A Discrétion» entwickelt sie im Ausstellungraum ein ästhetisches Setting, das an einen Showroom zur Präsentation von Luxusartikeln wie Designaccessoires oder Schokolade erinnert. Objekte aus Brotteig, eine Wandzeichnung aus Schokolade sowie eine neue Videoarbeit werden darin zu einer raumgreifenden Installation zusammengeführt. Mit hintergründigem Humor befragt die Künstlerin die Beziehungen zwischen physischer Nahrungsaufnahme, kulturellem Wert des Essens und seiner gesellschaftspolitischen Dimension. 
 
Ausgehend vom gemeinsamen Interesse an Lebensmitteln als künstlerischem Material und der Auseinandersetzung mit Organischem und Artifiziellem, Vertrautem und Absurden entsteht im Ausstellungsraum eine Performance in Kooperation mit Isabelle Krieg. Darin loten die beiden Künstlerinnen das Themenfeld ästhetisch weiter aus und suchen in der Zusammenarbeit nach neuen Spielformen.
Alexandra Meyer (*1984, Winterthur) studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Ihre Arbeiten wurden bereits verschiedentlich in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. 2013 erhielt sie den Kiefer Hablitzel Preis und 2016 ein Atelierstipendium des Kantons Schaffhausen in Berlin. 2017 wurde sie mit dem Manor Kunstpreis Schaffhausen ausgezeichnet und realisierte damit verbunden ihre erste institutionelle Einzelausstellung im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Basel und Schaffhausen.
Isabelle Krieg (*1971, Fribourg) studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern. Ihre Arbeiten wurden verschiedentlich in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, u.a. im Substitut in Berlin (D), an der Manifesta 11 in Zürich oder im Musée jurassien des Arts Moutier. Sie verbrachte Atelieraufenthalte in Berlin und Rom und wurde 2006 mit dem Prix Mobilière Young Art und 2009 mit einem Werkbeitrag der Stadt Zürich ausgezeichnet. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Dresden und Zürich.