Fr, 17. November 2017

18:00
Dorfstr. 27
6301 Zug

Christa de Carouge

Einzelausstellung. Textildesign
041 725 33 44
Dorfstr. 27
6301 Zug
DI–FR 12–18 Uhr, SA/SO 10–17 Uhr

Die letzte Ausstellung des Jahres widmet sich dem Textildesign. Retrospektiv fasst die heute 81-jährige Christa de Carouge (geb. 1936 in Basel) erstmals ihr Schaffen in einer Gesamtschau zusammen. Sie zeigt dem Besucher, was sie aus einer reichen Karriere mitgenommen hat und öffnet auch den Vorhang für eine ganz neue Bühne, für ein grosses Experiment: Sie bespielt das gesamte Kunsthaus und interveniert mit Stoffen in die reale Architektur des Hauses. ‹Bitte berühren›, heisst es da, wenn ihre Tuch-Installationen zum Anfassen, Einkuscheln, Überziehen und Umhängen einladen. «Meine Kleider sind keine Mode», sagt Christa de Carouge. Vielmehr seien sie Wohnraum für die Menschen, die sich in sie einhüllen. Eine Behausung, in der man sich an jedem beliebigen Ort zuhause fühlen könne. De Carouges künstlerische Anfänge reichen in die 1970er-Jahre zurück, sie hat die Debatte um das hiesige Frauenbild mit ihren Entwürfen begleitet und mitgestaltet. Ihre ersten Arbeiten sind aus dem Gefühl des Aufbruchs entstanden und haben bis heute viel mit Freiheit zu tun. Schwarz lenke nicht ab, lasse den Blick frei für Strukturen und Eigenheiten von Textilien, sagt sie. Eines ihrer Geschäfte führte sie in den Genfer Vorort Carouge, wo sie ab 1978 auch ein eigenes Atelier unterhielt – ein prägender Ort für die Designerin, derart, dass sie ihn als Künstlername wählte. Als eine der wenigen Schweizerinnen schreibt sie auch über die Landesgrenzen hinaus Modegeschichte. In einer Tradition der Grenzbereiche zur Kunst erforscht das Kunsthaus Zug ein weiteres Mal freigesetzte Bereiche. Freier Eintritt Türöffnung: 17.30 Uhr

Eintrittspreis: 
Freier Eintritt