Sa, 15. Juni 2019

17:45
Meggenhornstrasse
6045 Meggen

klang-Musiktage: Schweizer Kammerensemble

«Un quatuor français - vier französische Meiserkomponisten». Konzert. Klassik. Werke von Debussy, Fauré, Saint-Saens, Ravel
Meggenhornstrasse
6045 Meggen

Das Schweizer Kammerensemble lässt grosse Werke und Trouvaillen der französischen Kammermusik erklingen von Debussy, Fauré, Saint-Saëns, Ravel und eine kleine amerikanische Überraschung dazwischen.

Das Schweizer Kammerensemble setzt sich zusammen aus:
Martin Huber – Flöte
Fabio Di Càsola – Klarinette
Sarah Verrue – Harfe
und dem Amar Quartett mit:
Anna Brunner – Violine
Kirsten Harms – Violine
Aida-Carmen Soanea – Viola
Marcin Sieniawski – Violoncello

Werke:
Claude Debussy 1862-1918
L’après-midi d’un faune

Gabriel Fauré 1845-1924
Pelléas et Mélisande, op.80

Camille Saint-Saens 1835-1921
Tarantelle op.6

Maurice Ravel 1875-1937
Introduction et allegro

Die Vier Franzosen Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Claude Debussy und Maurice Ravel sind Schwergewichte in der Musikwelt Frankreichs im 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Saint-Saëns als Lehrer von Fauré und dieser wiederum als Lehrer von Ravel bilden eine Linie, Debussy steht hier etwas aussen vor, gewissermassen auf eigenen Beinen. Hält man die Lebensdaten des Quartetts übereinander, so ergibt sich doch eine beachtliche Spanne von fast 20 Jahren parallelen Lebens und Komponierens. Zum einen sind da die beiden ‚Alten‘; Fauré als Vertreter des Salons grösstenteils dem fin de siècle zugeordnet und natürlich Saint-Saëns. Er, zu unrecht als konservativ, eklektizistisch und reaktionär verschrien. Nicht zuletzt von einem der beiden ‚Jungen‘ auf der anderen Seite, Claude Debussy. Letzterer steht zurecht für eine Erneuerung der Musik französischer Prägung, ebenfalls Ravel. Gleichfalls hat Saint-Saëns im Laufe seines langen Lebens zahlreiche musikalische Innovationen eingeführt: er komponierte zum Beispiel die erste Filmmusik der Geschichte überhaupt, er verwendete als erster das Xylophon im Orchester und schrieb als erster Franzose sinfonische Dichtungen.

Diese Zeiten kompositorischer Graben- und Stellungskämpfe sind nun mehr als 100 Jahre vorbei und so darf man sich getrost des reichhaltigen Oevres dieses hochkarätigen Quartetts bedienen.

Paris - Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein pulsierendes Zentrum der musikalischen Welt. Als Claude Debussy 1894 sein Orchesterwerk Prélude à l'après-midi d'un faune präsentierte, begründete sich damit nicht nur sein Weltruhm. Es war gleichzeitig der Startschuss für die musikalische Moderne.

10 Jahre später wurde Debussy von der Pleyel Company mit einem Werk für Harfe und Orchester beauftragt, um deren neueste Entwicklung einer chromatischen Harfe zu promoten. Erard, die Konkurrenzfirma, beauftragte daraufhin seinen jüngeren Kollegen Maurice Ravel ebenfalls mit einer Komposition für sein eigenes Produkt, die Doppel-Pedal Harfe. Ravel komponierte Intruduction et Allegro in sehr kurzer Zeit. Es ist das erste Stück für die moderne Harfe, welches die ganzen Möglichkeiten dieses Instrumentes vollumfänglich ausreizt. Ein Stück voller Charme, ein kammermusikalisches Juwel und bis heute das wertvollste Stück seiner Gattung.

Kraft seinerlangen Lebensdauer hat Camille Saint-Saëns ein umfangreiches Oevre hinterlassen. Wir hören heute ein wenig beachtetes, kleines Stück Musik aus seiner Feder. Die Tarentelle op.6 ist ungemein witzig und konsistent geschrieben - Saint-Saëns war nicht von ungefähr bekannt als Schöpfer unterhaltsamer Musik.

Die Suite zu Pelléas et Mélisande, nach einem Stück von Maurice Maeterlinck, feierte seine Premiere in Paris im Jahr 1893. Gabriel Fauré benötigte für die Vollendung nur gerade einen Monat. Bemerkenswert an dem viersätzigen Werk ist nicht nur die unsentimentale, nie aufgesetzt wirkende Expressivität, sondern auch die wie schwerelos daherkommenden, verschlungenen Linien in ihrer musikalischen Vieldeutigkeit. Fauré schuf mit der Orchestersuite nicht nur ein sinfonisches Meisterwerk, sondern zugleich eines, das die schillernd-mystische Abgründigkeit des Dramas ebenso intensiv wie ergreifend deutet.

CHF 60.00 / CHF 40.00 Erwachsene
CHF 170.00 / CHF 150.00 mit Apéro und Essen
Jugendliche 15 - 25 Jahre und Studenten: 50% an der Abendkasse
CHF 10.00 Kinder unter 15 Jahren
https://klang.ch/de/tickets#bestellformular
Montag-Freitag 9.00-11.30 Uhr / 14.00-17.00 Uhr; Telefonnummer: 041 250 79 02

Anschliessend an das Konzert können die Besucher auf Vorbestellung ein Apéro und ein 3-Gang-Gourmetmenu geniessen - ein Genuss für alle Sinne.