Do, 31. Oktober 2019

10:00 bis 18:16
Gütschwald
6003 Luzern

200 Jahre Stadtforstamt Luzern

Sonderausstellung
Gütschwald
6003 Luzern
Werktags 8-11.30 Uhr & 13.30-17 Uhr

200 Jahre Stadtforstamt Luzern bieten Grund zur Feier.
1’412 Hektaren Wald, 10 Angestellte, 3 Partnerorganisationen, 12 Gemeinden, 32 Baumarten, 101 Waldgesellschaften, 67 Kilometer Waldstrassen, kostbarer Naherholungsraum für die Bevölkerung.
Der Wald ist offen für alle. Entsprechend vielseitig wird er genutzt. Heute besonders zum Waldbaden, Joggen, Sammeln, Beobachten, Biken, Bräteln. Früher eher zum Köhlern, Jagen, Sammeln.
Geplünderte Wälder prägten um 1800 das Landschaftsbild der Schweiz. Beim Pilatus frass die Köhlerei einige Löcher in die Umgebung. Deshalb wurde 1819 zur Bewirtschaftung ein Forstinspektor angestellt – der visionäre Jost Mohr. Das Stadtforstamt Luzern war geboren. Nachhaltige Konzepte entwickelten sich 1833, die bis heute gelten: Dem Wald nur so viel Holz entnehmen, wie nachwächst.
Doch manchmal wirken äussere Einflüsse. Beispiel Gütschwald: Während der Belle Epoque zum «Waldpark» erkoren, wurde er in den Kriegsjahren zur Ressource. 1960 schlug ein Gewittersturm zu: 9’000 m3 Schadholz war die Folge, in den Folgejahren nochmals so viel Zwangsnutzung. Trockenheit, Winde und Borkenkäfer brachten auch 2018 und 2019 überall Rottannen zum Absterben.
Wetterextreme nehmen durch den Klimawandel zu. Umso wichtiger ist es, das Ökosystem mit den richtigen Baumarten zu unterstützen. Wälder brauchen keine Menschen, Menschen aber Wälder: Die Wälder des Stadtforstamts Luzern filtern Trinkwasser und wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um.