Sa, 24. August 2019

18:00
Lädelistr. 4
6003 Luzern

Andreas Senoner

«Nature doesn't care». Einzelausstellung. Holzskulpturen
Lädelistr. 4
6003 Luzern
DO-FR 17-19 Uhr, SA 15-17 Uhr

„Nature doesn´t care“, widmet sich dem einzigartigen künstlerischen Komplex des Künstlers Andreas Senoner. Durch seine künstlerische Forschung die sich mit naturbezogenen Themen wie Metamorphose, Erbe und Schichtung auseinandersetzt, schafft Senoner eine visuelle Sprache, die den Zustand des Menschen der Gegenwart reflektiert und erforscht. Senoner ist ein etablierter italienischer Bildhauer mit Sitz in Florenz. Geboren im Jahr 1982, verbrachte er seine Kindheit in Südtirol (Dolomiten, Italien) an einem Ort mit vielen Wäldern und Bergen, an dem sich die geologische Entwicklung anhand der Gesteinsschichten gut beobachten lässt. Er wird uns diese Erinnerungen durch Fotografien mitteilen, die Teil der Ausstellung sein werden. "All dieser Hintergrund hat mich veranlasst, mich auf die Beschreibung des evolutionären Wandels zu konzentrieren, und mir wurde schnell klar, dass die Gegenwart die letzte Phase einer permanenten Schichtung von Stoffmengen ist, welche die Zeichen der Zeit einbezieht und zu einer visuellen Darstellung wird." www.kaligallery.com Lädelistrasse 4 / 6003 Luzern Andreas Senoner wählte den Titel "Nature doesn´t care" für seine Ausstellung in der KALI Gallery, um die Tatsache hervorzuheben, dass sich die Natur in einem permanenten, unaufhaltsamen und autonomen Evolutionsprozess fortsetzt, in dem sich alles in ständiger Entwicklung befindet und alles ändert, während neue Schichten hinzugefügt werden, oder - Umgekehrt eine Verringerung von Volumen und Form durch Erosion hervor gerufen wird. "Dies ist ein unaufhaltsamer und dauerhaft unabhängiger Prozess, den wir nur bemerken können und versuchen ihm zu folgen." Sie können den Grundsätzen dieses Konzepts in all seinen Arbeiten folgen. Die in verschiedenen Werken verwendeten Flechten betonen die Inbesitznahme und Aneignung durch die Natur. In "Growth" symbolisieren die geschnittenen Äste einen Eingriff in die Hände des Menschen, für den der Wachstum der Natur, wie der Name schon sagt, ungehindert voranschreitet. Die Arbeit "Nature doesn´t care" bezeichnet die Wiederaneignung - durch symbolische Erosion der Natur gegen die vom Menschen definierte Form. Die am häufigsten verwendeten Materialien in seiner künstlerischen Arbeit sind natürliche Materialien: Holz (Nussbaum oder Linde), Federn, Flechten und Textilien. Dies sind sich wiederholende Elemente aus der Kindheit des Künstlers, die direkt aus der Natur stammen und auf eine für diese Idee relevante Weise manipuliert und verwendet werden. Die Quelle der Inspiration von Senoner ist von Natur aus Zeit und Sicherheit. Eine der unauffälligen, aber von Grund auf kraftvollen, mitschwingenden Arbeiten am Rande der Zeit ist ein Werk namens "Skins". Das Objekt besteht aus Schichten, aus komprimiertem Stoff, die eine kompakte geometrische Form bilden. Das Material stammt aus der Kleidung, die der Künstler in den letzten zehn Jahren getragen hat. Ausgehend von der Menge der Kleidungsstücke, die jeweils in einem bestimmten Bereich und im genauen Zeitraum der Vergangenheit verwendet wurden, wurde eine formale Vereinfachung vorgenommen, um den Lauf der Zeit und die Schichtung deutlich hervorzuheben, was der österreichische Architekt und Künstler Hundertwasser als zweite Haut des Menschen bezeichnete : Kleidung. Andreas Senoner entführt uns in das innere Selbst, in die Ecken der Natur und der organischen Materie, die sich durch den Austausch einer romantisierenden künstlerischen Sprache auf natürliche Weise zum menschlichen Körper entwickeln.