Coronavirus/COVID-19

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Sa, 25. Januar 2020

17:00
6373 Ennetbürgen

Bürgenstock Festival

Konzert. Klassik. Werke von Brahms, Dvorak, Rachmaninov, Moszkowski
041 618 32 00
6373 Ennetbürgen

Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate f-Moll, op. 120 No. 1
für Klarinette und Klavier

Antonín Dvorák (1841–1904)
Rondo g-Moll, op. 94
für Cello und Klavier

Sergej Rachmaninov (1873– 1943)
Sonate g-Moll, op. 19 (Andante)
für Cello und Klavier

Moritz Moszkowski (1854–1925)
Suite g-Moll, op. 71
für 2 Violinen und Klavier

Ensemble
Yuja Wang, Klavier
Ray Chen, Violine
Roberto González-Monjas, Violine
Maximilian Hornung, Violoncello
Andreas Ottensamer, Klarinette
José Gallardo, Klavier

1892 trat Dvorák die Stelle als Direktor des National Conservatory of Music in New York an. Die Eindrücke der neuen Welt hat er in der 9. Symphonie auf unvergleichliche Weise vertont. In New York entstand auch die Klavierbegleitung für das Rondo g-Moll. Sein «American Dream» dauerte aber nur drei Jahre, 1895 zog es ihn wieder in die Heimat zurück. Dass Dvorák bereits früh grosse Erfolge in Europa feiern konnte, verdankte er insbesondere seinem Förderer und lebenslangen Freund Johannes Brahms, von dem wir die Klarinettensonate in f-Moll hören – übrigens eine Lieblingstonart der Romantik und auch Beethovens.

Rund 25 Jahre nach Dvorák wanderte Rachmaninov in die USA aus – er sollte allerdings nie mehr in die Heimat zurückkehren. Sein politisch bedingtes Exil dauerte bis zu seinem Tod 1943. Zunächst komponierte er nur noch wenig, ihm fehlte die Inspiration Russlands. Erst in der Schweiz, wo er 1930 ein Ufergrundstück in Hertenstein erwarb und viele Sommer verbrachte, fand er zum Komponieren zurück. Bereits 30 Jahre früher hatte Rachmaninov eine grosse Schaffenskrise zu überwinden. Nach der vernichtenden Kritik zu seiner 1. Sinfonie 1897 verfiel er in eine tiefe Depression, die er erst mithilfe eines Arztes überwinden konnte. Nikolai Dahl war ein Pionier auf dem Gebiet der Psychiatrie und seine Hypnose-Behandlung schlug ein. 1900 schrieb Rachmaninov das wohl berühmteste Klavierkonzert der Romantik, das er aus Dankbarkeit seinem Arzt widmete – und kurz darauf auch die Sonate in g-Moll, ein Werk, das manche Kritiker sogar noch über sein 2. Klavierkonzert stellen.

Zwischen Dvorák und Rachmaninov ist 1854 Moritz Moszkowski geboren, der mit seinen Spanischen Tänzen ein mediterranes Gegenstück zu den Ungarischen Tänzen Brahms und den Slawischen Tänzen Dvoráks schrieb. Um 1900 war er in fast jedem musikalischen Haushalt vertreten, denn seine stimmungsvollen Salonstücke machten sich auf dem heimischen Klavier besonders gut. Dazu gehört auch die Suite g-Moll, bei der – zum krönenden Abschluss des Festivals – nochmals unsere zwei grossartigen Violinisten Ray Chen und Roberto González-Monjas die Hauptrolle spielen.

Eintrittspreis: 
95 CHF