Coronavirus/COVID-19

Aufgrund der aktuellen Lage (Coronavirus/COVID-19) empfehlen wir, sich auf den jeweiligen Onlinepräsenzen der Veranstaltenden zu informieren, ob die Anlässe tatsächlich stattfinden

Do, 03. Mai 2018

20:00
Arsenalstr. 28
6010 Kriens

Faso Danse Theatre

«Simply The Best West Africa». Tanz
041 318 00 40
Arsenalstr. 28
6010 Kriens

In vielen Ländern Afrikas gibt es, vom Rest der Welt wenig wahrgenommen, eine äusserst lebendige Szene für zeitgenössischen Tanz – und das, obwohl die Tanzschaffenden mit schwierigsten Rahmenbedingungen, mangelnden Ressourcen und wenigen Auftrittsmöglichkeiten zu kämpfen haben. Serge Aimé Coulibaly, ein in Burkina Faso beheimateter Tanzkünstler und Leiter des Faso Danse Théâtre, ist einer der kreativen Köpfe, die in Westafrika für Bewegung sorgen. Vor wenigen Jahren hat Coulibaly in seiner Heimat einen Wettbewerb für Solochoreografie ins Leben gerufen, der Bewerbungen aus ganz Westafrika erhält. Ans Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps kommen nun drei Stücke, die von den Preistragenden sowohl choreografiert wurden als auch getanzt werden. Sie präsentieren im Namen des Faso Danse Théâtre und unter dem Titel Simply The Best West Africa ein hochkarätiges und facettenreiches Schaufenster des westafrikanischen Tanzes: Adonis Nebié erforscht in Spirit die Bewegung vor dem Hintergrund der Beziehung zwischen Körper und Geist. Von der Suche nach dem inneren Frieden erzählt Florent Nikiema in Siiry. Und Fatoumata Bagayogo wagt mit Fatou t’as tout fait eine schonungslose Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte und dem Schicksal der Beschneidung. — Serge Aimé Coulibaly, Tänzer, Choreograf und Begründer des Wettbewerbs Simply The Best West Africa stammt aus Bobo-Dioulasso in Burkina Faso. Tänzerisch geprägt wird er vor allem in den acht Jahren, die er bei der Compagnie Feeren in Burkina Faso war. 2002 gründet er sein eigenes Ensemble Faso Danse Théâtre (in der Schweiz 2016 prominent am Zürcher Theaterspektakel mit der Produktion Nuit blanche à Ouagadougou vertreten, einem hochpolitischen Stück, das sich mit dem lange herrschenden korrupten Regime seines Heimatlands auseinandersetzt). Parallel zur Arbeit mit seiner eigenen Compagnie arbeitet er als Tänzer für international renommierte Choreografen, darunter Alain Platel und Sidi Larbi Cherkaoui, aber auch Salia nï Seydou, Nathalie Cornille und Claude Brumachon. Seine Karriere führt ihn in die ganze Welt. Insbesondere durch die vielen Reisen und die dadurch mögliche Aussenperspektive gewinnt er neue Eindrücke, die dazu führen, dass er sich sehr genau mit seiner eigenen Rolle als Künstler und Bürger seines Landes auseinandersetzt. Bereits seine ersten Werke problematisieren Themen wie soziale Ungerechtigkeit, Immigration, Verantwortlichkeiten des Staates, Hoffnungslosigkeit bei der Jugend. In der künstlerischen Reflexion geht es ihm darum, neue Wege zu eröffnen, andere zu ermutigen, an sich selbst zu glauben. Auch im Bereich der Ausbildung von jungen Künstler_innen ist er in Westafrika inzwischen zu einer wichtigen Stimme geworden. http://www.sudpol.ch/#31281

Eintrittspreis: 
CHF 15