Sa, 31. August 2019

19:00
Hirschmattstr. 30a
6003 Luzern

Frank Trankina, Marcel Glanzmann, Lukas Hirschi

«The painting as a stage». Tripelausstellung. Malerei
041 410 00 25
Hirschmattstr. 30a
6003 Luzern
DO–FR 16–19 Uhr, SA 11–16 Uhr

Frank Trankina ist ein amerikanischer Maler, welcher ganz in der Tradition der Chicago Imagists (chicagoimagists.com) steht.
Dies ist Gruppe von Malern aus Chicago (Roger Brown, Jim Nutt, Ed Paschke, Christina Ramberg, Karl Wirsum, Joseph Yoakum, Ray Yoshida u.a.),
welche von den 60ern bis in die 90ern Jahre die Kunstszene in Chicago geprägt haben. Es ist eine heterogene Gruppe, deren figurativer MalerInnen inspiriert waren von Populärkultur, Comics, PopArt und Art Brut. Ihre wilden, erzählerischen Arbeiten bildeten eine Art Gegenpol zu den gehypten New Yorker Abstrakten. Frank Trankina malt in seinem Atelier in der Westside seit den 90ern figurative Szenerien,
welche er aus einer riesigen Sammlung von amerikanischen Merchandise-Figuren aufbaut. Sein mit Tüchern abgedunkeltes Atelier besteht aus lauter kleinen mit Scheinwerfern ausgeleuchteten Bühnen,
die von bizarren Figuren bevölkert werden. Diese malt Frank sehr akribisch und mit grossem Gespür für den erzählerischen Moment.
 
In der Ausstellung im Alpineum werden wir seine Arbeiten mit den Malereien zweier Luzerner Künstler konfrontieren, die ihre Inspiration ebenfalls aus der direkten Beobachtung schöpfen.
 
Marcel Glanzmann extrahiert seine Objekte aus der Umgebung und malt sie auf einen leeren weissen Kreidegrund. Auch hier werden Objekte aufwändig aus Brokenhäusern,
Flohmärkten und Internetplattformen zusammengesucht und sorgfältig arrangiert und sehr detailgetreu abgemalt. Die Bühne von Frank wird hier zu einer Petrischale.
 
Lukas Hirschi lässt sich von seiner unmittelbaren Umgebung inspirieren. In seiner Malerei werden die Beobachtungen manchmal nur flüchtig festgehalten,
manchmal frei weitergesponnen, die Ausgangslage ist kaum wiederzuerkennen. Die Bühne wird im Kopf des Betrachters neu bespielt.
Die Austellung bringt Künstler aus zwei Kontinenten zusammen, die sich in ihrer Malerei mit der direkten Anschauung beschätigen und daraus neue Erzählungen generieren.