Sa, 07. Dezember 2019

19:00
Kornmarkt 3
6004 Luzern

Hansruedi Gamma

Vernissage
041 417 03 14
Kornmarkt 3
6004 Luzern
MO-FR 10-18 Uhr, SA-SO 10-16 Uhr

In Schwyz am 2. März 1955 geboren, verbringt H.R. Gamma seine Jugendzeit in Altdorf UR, Affoltern a.A. sowie in Zug. Als interessierter Schüler liegen seine Begabungen vor- nehmlich in den Naturwissenschaften. Nach Abschluss einer Berufslehre und konstanter Weiterbildung ist er heute Inhaber und Mitinhaber diverser Unternehmungen in Zürich und Agglomeration. Absolvierung der Flieger OS und diverse weitere Ausbildungsaktivitäten. Zurück ins Beufsleben; in den spannendsten Jahren. Sein Bedürfnis nach sinnvoller Freizeitbeschäftigung und Entspannung führt ihn seit 30 Jahren etappenweise der Malerei zu. Völlig autodidakt entstehen seine Werke aus Öl-, Wasser-, Acrylfarben oder Spritztechnik. Stil und Format seiner Werke drücken seine Faszination an schönen und dezenten Farben und Werken aus. 2018 zeigt Hansrudolf Gamma seine Werke zum ersten Mal der Öffentlichkeit, gleichzeitig mit der Publikation seines ersten Kunstbuches.
 
Den Gemälden von Hansruedi Gamma, an deren Anfang die Ordnung des Symbolischen steht, einen Anschein zu geben, ist zugleich das erste Ergebnis oder die erste Wirkung der engen dialektischen Konfrontation zwischen dem Realen und dem Imaginären. Darüber hinaus entsteht bei der Reduktion dieser Technik ein strukturalistischer Rückstand, oder besser gesagt, eine Rückkehr zum Struk- turalismus, zu einigen strukturalistischen Instanzen, deren Vererbung und Vitalität noch ungelöst sind. Die Struktur, die in den Bildbildern seiner Werke verkörpert ist, entzieht sich jedoch den Zwängen des einen und des anderen - der Ordnung der Realität und der Ordnung des Imaginären -, da sie ihnen als ihr eigener Untergrund vorausgeht. Was Hansruedi Gamma nun durch diese Verflechtung - Drucke, Spuren, Ausgrabungen, Zeichen, Flächen, Dicken, etc. - freilegt und offen- bart, ist gerade die Spaltung und Spiegelung der umgekehrten Projektionen, die durch eine solche Bildprozessualität entstehen; ein Zustand, der sich über den Rand des Realen und Imaginären hinaus erstreckt und sich so von jeglicher Formalität zu befreien vermag. Aus jeder mög- lichen Vorstellung oder Darstellung, die bekannt und an eine Form des Realen und des Imaginären gebunden ist, entsteht eine Erklärung des Symbolischen. Daher der Sinn der gleichen sprachlichen oder bildlichen Wahl unseres Künstlers. Dies ist zumindest die erklärte Absicht von Hans Ruedi Gamma, der zu wissen scheint: Diese Verfahren erlauben es uns, jeder Darstellung und ihren möglichen Bedeutungen zu entkommen, also auch dem möglichen Inhalt jeder Form und schliesslich der Form selbst. Sie müssen ihr entkommen, um die hier wissentlich implizierte (sprachliche) Theorie, die sich auf diese Weise von der durch diese Kreation aufgebauten Struktur vollständig absorbieren lassen muss, eher vollständig zum Ausdruck bringen zu können. Daraus erklärt sich: Jenseits dieser Gemälde gibt es nichts anderes als ihre Struktur oder Konstruktion und die Enthüllung oder Offenbarung all ihrer Umsetzungsprozesse, die ihnen Substanz und Bildform geben, eine Bildform, in der sie sich selbst reflektieren und zu erkennen geben, ohne Rückstände.