Coronavirus/COVID-19

Aufgrund der aktuellen Lage (Coronavirus/COVID-19) empfehlen wir, sich auf den jeweiligen Onlinepräsenzen der Veranstaltenden zu informieren, ob die Anlässe tatsächlich stattfinden

Sa, 20. Juli 2019

11:00
Baselstr. 74
6003 Luzern

Regula Bühler-Schlatter, Stella Pfeiffer, Brigitta Würsch

Finissage
Baselstr. 74
6003 Luzern
DO-FR 16-19 Uhr, SA 14-17 Uhr & auf Anfrage

Zum 200 Jahre Jubiläum der Kunstgesellschaft Luzern mit der Ausstellung TURNER - DAS MEER UND DIE ALPEN im Kunstmuseum Luzern präsentiert B74 Raum für Kunst Luzern die Rauminstallation „turn into the light“ von Regula Bühler-Schlatter, Stella Pfeiffer und Brigitta Würsch. Die begehbare Installation bietet dem Rezipienten ein physisches Eintreten in die atmosphärische entmaterialisierte Bildwelt William Turners. Dabei geht es nicht um die Nachahmung eines Werkes von Turner, sondern um den Versuch einer Dekonstruktion seiner Bildsprache und daraus folgend um die Verwendung und Kombination einzelner Elemente. Die Murmel zerschlagen, um an die farbigen Einschlüsse zu gelangen. Den Wecker auseinandernehmen, um der Zeit auf die Spur zu kommen. Einer Sache auf den Grund gehen. Sich annähern oder entfernen? Auf jeden Fall eine Verneigung vor Turners Werk unter Einbezug der Gegenwart. Die drei Künstlerinnen nutzen für Turners Malerei typische Merkmale wie dessen Einsatz von Licht, Farbe, Dynamik, wenden in der Umsetzung aber bewusst andere heute zur Verfügung stehende Medien an.
 
Dabei orientieren sie sich nicht an einem spezifischen Bild von William Turner. Sie versuchen einen Raum zu schaffen, welcher zwar atmosphärisch bei den Bildern von Turner anknüpft, durchaus aber auch unerwartete Perspektiven eröffnen kann. Einen Raum mit dem Angebot, sich mitten drin zu fühlen, mitten in Farbe, Licht, Bewegung und dem Knistern von im Luftzug bewegter Folien, die somit auch zu Klang-Instrumenten werden. Mitten drin sein, ohne sich bei tobender See an einen Schiffsmasten binden zu lassen, wie seinerzeit Turner, damit er nicht nur die visuelle, sondern auch körperliche Erfahrung auf Leinwand bannen konnte. Inhaltlich kommen die Künstlerinnen nicht umhin, Turners Faszination für Naturereignisse und Technik im damals aufkommenden Industriezeitalter aus der gegenwärtigen Situation zu reflektieren. Ein Stichwort dazu sei der allgegenwärtig präsente Klimawandel. Diesem Aspekt trägt an der Vernissage eine musikalische Lesung unter dem Titel „Offener Brief" mit Regula Bühler-Schlatter und dem Bandoneonspieler Martin Amstutz Rechnung.