Coronavirus/COVID-19

Aufgrund der aktuellen Lage (Coronavirus/COVID-19) empfehlen wir, sich auf den jeweiligen Onlinepräsenzen der Veranstaltenden zu informieren, ob die Anlässe tatsächlich stattfinden

Sa, 13. Juni 2020

17:00
Neustadtstr. 29
6005 Luzern

Rhona Mühlebach

Vernissage
Neustadtstr. 29
6005 Luzern
DO-FR 16-19 Uhr, SA 14–17 Uhr

Rhona Mühlebach interessiert sich in ihrem künstlerischen Schaffen für zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das Verhältnis von Natur und Mensch, Ort und Geschichte. Mit den narrativen Mitteln des Films und der Oper verarbeitet sie diese zu poetischen Porträts an der Schnittstelle von Dokumentation und Fiktion: In Loch Long werden historische Ereignisse umformuliert und neu interpretiert, wissenschaftliche Fakten in Frage gestellt und fiktive Charaktere hinzugefügt. Entstanden ist eine Parabel über einen gleichsam faszinierenden wie auch abgründigen Ort:
«Loch Long» erzählt die tragisch-komische Geschichte der Meeresbucht Loch Long an der Westküste Schottlands und deren Bewohner*innen. Loch Long diente von 1912 bis 1986 als Torpedotestgelände. Von diesen Versuchen zeugen noch zahlreiche Wracks und Überreste. Heute ist das Gebiet ein beliebtes Revier für Sporttaucher. Die Unterwasserwelt – stellvertretend für das Unbekannte – bietet den Ausgangspunkt der Videoarbeit. Im trüben Wasser tummeln sich Taucher zwischen Quallen und Fischen auf der Suche nach Wrackteilen. Zu Wort kommen u.a. eine Tauchlehrerin, eine Hobbyfischerin und ein einheimischer Landwirt. Ein Chor aus Ortsbewohner*innen begleitet das Geschehen singend, die Künstlerin selbst tritt als Kommentatorin in Tauchanzug auf.
Die Arbeit ist als raumgreifende 4-Kanal-Videoinstallation konzipiert. Ihre präzise Choreografie findet auf vier unterschiedlichen Präsentationsebenen statt: Die Überwasser- und die Unterwasserwelt werden auf zwei übereinander hängenden Screens präsentiert. Der Chor tritt auf einer separaten Leinwand auf, während die Erzählerin als eine Art Hologram in Erscheinung tritt.