Coronavirus/COVID-19

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Sa, 25. Januar 2020

19:30
Bahnhofstr. 11a
6003 Luzern

Solomon

Konzert. Klassik. Mit Händel-Chor Luzern, Capriccio Barockorchester u. a. Leitung: Pirmin Lang. 23 Uhr: Marc Hunziker Trio
Bahnhofstr. 11a
6003 Luzern

Pirmin Lang hat in den zwei Dekaden seiner künstlerischen Arbeit mit dem Chor gezeigt, dass Konzertchöre die Luzerner Kulturlandschaft mit originellen Programmierungen und Umsetzungsformen bereichern können und dass das Publikum sich gerne darauf einlässt. So wird auch in seinem letzten Projekt mit Überraschungen zu rechnen sein!
 
Das prachtvolle Oratorium «Solomon» bietet in vielerlei Hinsicht beste Voraussetzungen für ein musikalisches Spektakel. Es wird die Zuhörenden in eine barocke Welt zurückzuversetzen und gleichzeitig eine Verbindung zur Gegenwart herstellen.
 
Die Jesuitenkirche bildet die grandiose barocke Kulisse dazu. Sie wird als Raum für Klang und Szenerie genutzt. Der im florentinischen Stil erbaute Lichthof gleich nebenan wird zur Bar, wo man sich trifft, das Konzert nachwirken lässt und ganz nebenbei in dezent Klänge eintaucht, die auf Händels Musik Bezug nehmen. Bei den ersten Aufführungen im Jahr 1748 mag «Solomon» über drei Stunden gedauert haben. Zwischen den Akten spielte Händel üblicherweise ein Orgelkonzert auf eigens für ihn konstruierten Orgelpositiven. Es entsprach aber auch einer gängigen Praxis, dass Händel seine Werke den jeweiligen Gegebenheiten anpasste. So kürzte er das Oratorium zehn Jahre nach dessen Erstaufführung auf rund die Hälfte der Spielzeit. Auch bei der Aufführung des Händelchors wird das Werk auf knapp zwei Stunden gestrafft. Die ursprünglich fünf Szenen in drei Akten werden in zwei Teile zusammengefasst, zwischen denen ein «Entracte» eingefügt wird. Das Jazztrio Marc Hunziker Trio wird, quasi als Pendant zum barocken Orgelkonzert, einige der gestrichenen Nummer neu interpretieren, wobei teilweise auch der Chor eingebunden wird.
Das Trio wird später nochmals in Erscheinung treten. Im Late Night Concert wird der grosse Kirchenraum mit Jazz-inspirierten Klängen gefüllt, die Bezug zu Stücken des klassischen Konzertrepertoires nehmen.
 
Händels Originalmusik wird in einer möglichst historischen Aufführungspraxis umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit dem «Capriccio Barockorchester» ist Garant für eine stilechte Spielart. Händel besetzt das Orchester gross und festlich. Zur barocken Standardbesetzung treten Flöten, Hörner, Pauken, Trompeten und ein Ripieno-Orchester. Die Chöre, die Hälfte davon doppelchörig angelegt, entwickeln eine opulente Klangpracht, was bestens zur Grösse des Chors mit über hundert Sängerinnen und Sängern passt.
 
Einzelne Teile des Werks werden szenisch umgesetzt. Dabei wird der Kirchenraum für Solisten und Chor zur grossen Bühne. Stefan Wieland wird nicht nur Solomon als Solist verkörpern, sondern auch das szenische Konzept entwerfen. Die Aufführung soll zu einem sinnlichen Gesamtkunstwerk werden, welches Genuss für Augen und Ohren