Coronavirus/COVID-19

Aufgrund der aktuellen Lage (Coronavirus/COVID-19) empfehlen wir, sich auf den jeweiligen Onlinepräsenzen der Veranstaltenden zu informieren, ob die Anlässe tatsächlich stattfinden

Fr, 05. April 2019

19:00
Bireggstr. 36
6003 Luzern

Wege der Wahrnehmung Festival

«Simon Steen-Andersen». Portraitkonzert. Neue Musik. Mit Studierenden & Dozierenden der HSLU Musik. Leitung: Erik Borgir
041 360 60 66
Bireggstr. 36
6003 Luzern

Ist Musik eine Aneinanderreihung von organisierten Geräuschen oder herrscht die Devise «anything goes»? Das Studio für zeitgenössische Musik setzt sich in der siebten Ausgabe des Festivals Wege der Wahrnehmung mit diesen Fragen auseinander.
 
Die Grenzen dessen, was als Musik verstanden wird, werden in der europäischen Kunstmusik von Generation zu Generation erweitert. Eine Entwicklung, die spätestens seit Edgard Varèse («what is music but organized noises?») eine extreme Beschleunigung erfahren hat. Mit den Ideen und der Musik von John Cage wurde schliesslich der Musikbegriff völlig entfesselt. Seit diesem musikalischen Urknall der Moderne herrscht weitgehend die Devise «anything goes».
 
Im Vergleich zur oft von einem ideologischen Überbau geprägten Musik des 20. Jahrhunderts fallen die Ausartungen dieser Revolution heute oft weniger radikal aus. Sie nehmen Bezug auf Bilder und Geräusche unseres (digital geprägten) Alltags, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben. Mit seinem grandiosen Werk «Black Box Music» hat Simon Steen-Andersen eine Persiflage auf den Dirigenten-Mythos und gleichzeitig ein hochunterhaltsames Werk voller schönsten Überraschungen geschaffen. Bei seinem «Run_Time_Error» spielt das Neubad selbst die Hauptrolle – seine Klänge und äussere Erscheinung sind dann keine Begleiterscheinung des Konzerts, sie sind das Werk selbst.

Eintrittspreis: 
Kollekte